Gründerwissen: Das Business Model Canvas – Was?

Gründerwissen: Das Business Model Canvas – Was?

Gründerwissen

Unsere Beitragsreihe „Gründerwissen“ konzentriert sich in dieser Woche auf die ersten vier Abschnitte des Business Model Canvas (BMC) von Alexander Osterwalder.
Nachdem im letzten Beitrag die grundlegende Funktionalität und der Sinn des BMC beleuchtet wurde, widmen wir uns jetzt der Praxis!

Was? Das Angebot

Die zentrale Frage, die sich ein junger Gründer stellen muss, ist doch zunächst einmal: Was gibt es denn da draußen (also auf dem Markt), das verbesserungswürdig ist?
Was läuft nicht gut? Was könnte besser bewerkstelligt werden? Zunächst richtet sich der Blick also auf ein bestehendes Problem, das gelöst werden soll.
Nachdem ein Problem gefunden ist, dass tatsächlich auch durch seine Bewältigung eine positive Resonanz mit sich bringt, wird sich der Lösung des Problems gewidmet.
Wer jetzt schon ein konkretes Produkt vor Augen hat, der ist einen Schritt zu weit gegangen! Die Frage, die zu beantworten ist, ist folgende: Wie ist das Problem am besten zu lösen?
Diese Lösungsansätze sind erst einmal zu erarbeiten! Die Frage nach einem Produkt oder einer Dienstleistung ist letztendlich die Konsequenz der erarbeiteten Lösungsansätze und bestenfalls auch noch eine mit innovativem Charakter.

Fassen wir den ersten Absatz ganz im Sinne der Vermittlung von Gründerwissen auf Augenhöhe zusammen:

  1. Identifizieren eines Problemes am Markt
  2. Erarbeiten von Lösungsansätzen des Problems
  3. Umsetzung der Lösungsansätze als Produkt / Dienstleistung

Jetzt steht es also, das Produkt oder die Dienstleistung zusammen mit dem Wertangebot (Value Proposition). Dieses gilt es nun ganz genau zu definieren und immer weiter zu verfeinern. Warum das so wichtig ist? Das Wertangebot verleitet den Kunden letztendlich dazu Euer Produkt oder Eure Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Besonders erfolgreich seid Ihr dann, wenn Ihr aus dem Wertangebot eine USP (Unique Selling Porposition) herauskristallisiert. Die USP macht Euch und Euer Produkt, ganz getreu dem ausgeschriebenen Namen, einzigartig und hebt euch deutlich und vor allem spürbar von der Konkurrenz ab.

Welche Eigenschaften sollte ein Produkt oder eine Dienstleistung also haben?

  1. spürbarer Mehrwert / spürbares Wertangebot
  2. USP
  3. innovativer Charakter (innovativ ist auch etwas qualitativ Neues!)

Zum Schluss dieses Beitrages der Reihe „Gründerwissen“ ist es noch einmal wichtig, auf den Faktor der Spürbarkeit einzugehen. Spürbar sollte das Problem sein, dass Ihr löst, genau so wie der Mehrwert, den Ihr anbietet. Gerade aber der Mehrwert, muss spürbar sein, denn sonst ist Euer Produkt oder Eure Dienstleistung nur „Nice to have“. Von wem „Nett“ (Nice) der kleine Bruder ist, wissen wir am Ende des Tages schließlich alle.

Folgt unserer Reihe „Gründerwissen“ weiterhin aufmerksam! Im nächsten Beitrag widmen wir uns der Frage nach dem Wer?!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.