Gründerwissen: Das Business Model Canvas

Gründerwissen: Das Business Model Canvas

Gründerwissen

Wir von Joinlocals haben uns dazu entschlossen unser Wissen bezüglich der gerade stattfindenden Gründung mit Euch zu teilen. Wir möchten uns dabei mit Euch auf Augenhöhe treffen und von Gründer zu Gründer (oder Gründungsinteressierten) für uns wichtige Themen aufgreifen und aufarbeiten. Dabei beginnen wir mit einem Grundlagenwerkzeug zur Überprüfung der eigenen Geschäftsidee: Mit dem Business Model Canvas.

Das Business Model Canvas – Ein vielseitiges Werkzeug

Am Anfang jedes Geschäftsvorhabens steht die Idee oder der Einfall. Doch Ideen sind oft unstrukturiert, vielleicht auch in sich widersprüchlich oder zumindest häufig ohne klares Geschäftsmodell.

Der Feinschliff des Rohstoffes „Idee“ in ein Geschäftskonzept geschieht über einen recht komplizierten Prozess, der neudeutsch auch als Entrepreneurial Design beschrieben wird.
Dieser Prozess, der die eigentliche Kunst am Gründen darstellt, kann ohne weiteres auch schnell über die Zeitspanne eines Jahres hinaus andauern und ist damit in jedem Belang herausfordernd.

Da es vielen Gründern ungemein schwer fällt ihre abstrakte Idee in ein wirklich tragfähiges Geschäftskonzept umzuformen entwickelte Alexander Osterwalder ein vielseitiges Werkzeug: Das Business Model Canvas.

Das Business Model Canvas von Alexander Osterwalder

Das Business Model Canvas zeigt das gesamte Geschäftsmodell des Unternehmens, auf neun Bereiche gegliedert, in visueller und damit leicht zugänglicher Form.
Gründer haben mit dem Business Model Canvas die Möglichkeit an ihrer Geschäftsidee zu tüfteln, experimentell einzelne Bestandteile zu verändern und die Auswirkungen auf die anderen Bestandteile durchzuspielen. Damit stellt es eine echte Alternative zum bis zu 40 Seiten langen Businessplan dar, dessen Erstellung gerade für Gründungen in der Frühphase selten wirklich sinnvoll ist.

Den größten Erflog bei der Arbeit mit dem BMC hat man übrigens, wenn man dieses auf Postergröße ausdruckt, mit beschrifteten Post-Its beklebt und sich so seine Idee vor Augen führt.
Essentiell ist es bei der Arbeit mit dem BMC einen roten Faden nicht außer Acht zu lassen:

  1. Was?
    Zunächst steht das jeweilige Angebot im Fokus der Arbeit. Welches Problem besteht am Markt, was biete ich an um dieses zu lösen?
    Was ist mein Alleinstellungsmerkmal und welchen Kundennutzen biete ich dabei spürbar?
  2. Wer?
    Wer bezieht sich nicht, wie man vielleicht vermuten mag, auf das Unternehmen, sondern auf die Kunden.
    Wer sind meine Kunden? Wie erreiche ich diese und über welche Kanäle tue ich das? Wer gehört zu meinen Wettbewerbern und auf welchem Markt wird agiert?
  3. Wie?
    Nachdem Angebot und der Bereich der Kunden ausgearbeitet sind stellt sich nun die Frage nach dem „Wie?“.
    Wie wird all das bewerkstelligt? Was sind meine wichtigsten Ressourcen? Wer sind meine wichtigsten Partner?
  4. Wie viel?
    Am Ende steht und fällt das Geschäftskonzept mit einer einzigen Frage: Bringt ein Kunde mehr ein (CLV), als die Kosten, die durch seine Akquise (CAC) anfallen? Falls nicht, ist dies über eine bestimmte Masse an Kunden zu bewerkstelligen?
    Diese Gegenüberstellung wird durch den vierten Abschnitt des roten Fadens erheblich verdeutlicht und erleichtert.

Folgt der Reihe „Gründerwissen: Das Business Model Canvas“ weiterhin aufmerksam, da sich der nächste Beitrag dem ersten Abschnitt des roten Fadens widmen wird!

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